Ich glaube, wir haben den Durchbruch geschafft: Die letzten drei
Nächte mit Ügeli verliefen glimpflich. Einschlafen gegen 19h30 / 20h00
Uhr, Fläschchen gegen 23h30 / 0h30 mit ein bisschen Geknötter und
gerne nochmal auf den Arm um dann wieder wegzusacken, weiterschlafen
bis 5h00/6h00. Beim frühen Termin nochmal einlullen und schlafen bis
6h30. So wird das was!
Heute war er schon am späten Nachmittag ziemlich müde (ich glaube, das
viele Laufen schlaucht ihn und befördert auch das tiefe Schlafen).
Wegen akuten Hungeranfalls bekam er ein schnelles Fläschchen um 18h30,
aß dann bei Muttern noch Käsebrot mit. Dann Umziehen, Zähneputzen und
Einlullen. Müde, aber noch wach, ins Bett gelegt, weiter gesungen
außerhalb des Blickfeldes und wupps war er eingeschlafen! Wow! Ich
habe ja auf Trara gewartet, weil es kein Einschlaffläschchen gab. Aber
das Abendbrotfläschchen war noch so kurz her, und er vermutlich so
fertig, dass kein Protest kam.
Die aus meiner Sicht wesentlichen Meilensteine in der letzten Zeit
waren: Wiedereinführung des Schlafsacks, damit trotz Wälzerei genug
Bettwärme und Begrenzung da ist. Beim Beobachten seiner Wälzerei hatte
ich manchmal das Gefühl, ihm ist das Bett zu groß. Deshalb kam ich
überhaupt auf die Idee, es mal wieder mit dem Schlafsack zu
probieren... und siehe da, er störte zumindest nicht!
Dann haben wir ihn immer hingelegt, bevor er völlig eingeschlafen war
und nachts nicht rausgenommen, wenn es irgend ging. Er hat weiterhin
eine längere Knötterphase, wo das Fläschchen nicht immer reicht, um
ihn wieder zum Schlafen zu bringen. Da nehmen wir ihn gelegentlich aus
dem Bett und kurz auf den Arm, damit er loslassen kann. Wenn er dann
ruhig ist, legen wir ihn wieder hin und halten höchstens Händchen. Die
restlichen Knöttereien im Laufe der Nacht ignorieren wir solange es
geht, so dass er sich darin übt, selbstständig einzuschlafen. Das geht
zunehmend besser, schneller und meist ohne unsere Intervention. Wir
lassen uns von seiner Stimmlage leiten: Ist es verschlafenes
Wälzereiknöttern bleiben wir draußen, wird er wacher und
verzweifelter, gehen wir rein, helfen den Nuckel finden und beruhigen
durch "Schschsch" und Händchen halten. Er soll ja nicht komplett
aufwachen! Entspannt er, gehen wir raus und machen die Tür zu.
Die Tür bleibt nachts geschlossen, denn er ist weiterhin ein lauter
Knötterer. Wir liegen im Nebenzimmer und würden - zumindest ich - bei
jedem Maunz aufwachen. Mit geschlossener Tür können wir das unwichtige
Geknötter verschlafen und wachen dann halt auf, wenn es "ernst" ist.
Lotte schläft die ganze Zeit bei uns, damit ihre Nachtruhe nicht
gestört wird.
Jetzt läute ich die nächste Phase ein: Abschaffen des
Einschlaffläschchens und noch früheres Hinlegen. Bei zwei Kindern muss
ja ein Modus gefunden werden, wie man die ins Bett kriegt, ohne sie
beide auf dem Arm zu halten! Und bei der Tagesmutter geht es ja auch:
Da legen sich die Kinder hin, es wird vorgelesen und sie schlafen ein.