Piep und tschüss
Wir fahren dann mal ins KKH. Nur mal so checken lassen, ne... :-) Ich hoffe, wir lesen uns heute nicht mehr!
Wir fahren dann mal ins KKH. Nur mal so checken lassen, ne... :-) Ich hoffe, wir lesen uns heute nicht mehr!
Es zieht im, am und um den Muttermund herum, leicht, latent, nervig. Schon seit heute morgen. Und inzwischen ist mir heulig zumute. Das ist wie leichte Kopfschmerzen, die einen zermürben... Wehen hab ich aber nicht.
Hab meine Kuchenverabredung abgesagt, leg mich jetzt aufs Sofa zum Entspannen, Lotte und Papa machen auch Mittagsschläfchen.
Um fünf Uhr machte es "Piep", sprich: "Mama, Mama, Nulla!" im Zimmer nebenan und seitdem ist hier die Hölle los. Spillie-Mama weiß, wovon ich rede... ein Krankenlager von mindestens fünf Puppen und Kuscheltieren muss versorgt werden! Die haben alle Fieber und volle Windeln und müssen hingelegt und zugedeckt und gewindelt und gefüttert und bekocht und dann natürlich eingekauft und zugedeckt und gekuschelt und hingelegt und gefüttert und ... es nimmt kein Ende! Zwischendurch wird gepuzzelt. Klabautermama kommt kaum dazu, ihren Morgenkaffee zu trinken.
Trotz der vielen Spielideen ist das Kind leider heute früh nicht im Stande allein zu spielen und quengelt gerade um mich rum, weil ich mich mal fünf Minuten etwas anderem widme. *augenverdreh* Womit hab ich das verdient?
PS: Ich bin natürlich auch so blöd und lass den Klabautermann weiter schlafen. Aber das hat ein Ende, wenn wir beide in Elternzeit sind. Dann bleibe immer ich liegen und lasse den Mann hüpfen! Jawoll!
Eine von den 23 Postkarten ist bei uns eingetroffen. Dank Klabautermann habe ich sie auch heute noch zu sehen bekommen. Vor lauter Filmchen konvertieren hab ich den Briefkasten vergessen... :-) Dankeschön!!!!!
In der Hoffnung, dass Spilliemama was davon hat (denn die hat es momentan wirklich schwer als Lazaretthüterin), diesmal in .mov-Format.
edit: Und weil man ja sonst nüscht zu tun hat, nun auch nochmal als avi-Dateien...
Gestern Abend bin ich vor dem Computer versumpft und habe mir Uraltvideos von Lotte angeguckt. Gott, war die mal klein! Und irgendwie ganz anders als jetzt. Und dann doch wieder nicht. Ich glaub, ich mach heut mal so einen kleinen Zusammenschnitt.
Ich habe heute früh eine Liste gemacht mit Dingen, die ich im Laufe des Tages oder der nächsten Tage erledigen könnte. Über dem Erstellen der Liste bin ich so müde geworden, dass ich mich erstmal hinlegen musste. Jetzt habe ich Schwierigkeiten wieder richtig wach zu werden. Ich glaub, ich trag da jetzt noch Mittagsschlaf ein, damit ich was zum Abhaken habe...
edit: Immer wenn ich los muss, regnet's...
Neid ist doch eine Todsünde, oder? Frau Ami? Ich bin ja nicht so sattelfest in Sachen Religion und so...
Egal, eine Sünde ist es jedenfalls, so ein niederes Gefühl. Der Neid. Er nagt an mir. Neid auf die Blogger, die immer mit den schönsten Suchanfragen prahlen können. Pfff. Bei mir nur so schnödes Schwangerschafts- und Kinderzeugs:
- belegte Stimme
- Blutblase Schamlippe
- keine Kindsbewegungen
- kämperin namen
- bei weissen, dicken Ausfluss schwanger?
- Fötus größe in der 23. Schwangerschaftswoche
- blitzdiät (wurde dreimal angefragt. Meine Antwort kennt man ja: die Geburt!)
- wie beschäftige ich meine Kinder
- Pullermann
- Mary Poppins super kali
- kleinkindabteil
Meine Lieblingsanfragen:
- wie bekomme ich schlanke Fesseln? (jaha, das wüsste ich ja auch gerne)
- hausmittel dicke füßen
Kalauer des Tages:
- wer singt den Lied tausendmal berührt tausendmal ist nichts passiert
Nach Telefonat mit bestem Klabauterfreund mit meinem eigenen Vor(oder ver)stand beschlossen: Geburt erst ab nächsten Sonntag, weil Freund dann am Samstag zum Kuchenessen kommt.
Nach großer Räumaktion mit Klabautermamamama (der hiermit auf Knien rutschend die Füße geküsst und das größte Tochterdankeschön ausgesprochen wird) den Augiasstall ausgemistet, sprich: Kinderklamotten sortiert, klassifiziert und strukturiert. Danach die Kliniktasche in Angriff genommen und festgestellt, dass noch sooooo viel gewaschen werden muss, dass Geburt vor nächsten Sonntag definitiv nicht möglich...
Jetzt kocht Klabautermamamama auch noch. Wie soll ich das je wieder gut machen? - ich kann das gut haben, was? :-)
Du musst jetzt da raus. Dein Storch wird auch noch woanders gebraucht!
Herzliche Grüße
Deine ungeduldige Mutter
Auf Wunsch einer einzelnen Dame, deren Voodoopüppchen ich hier gleich anfertigen werde aufgrund einer anderen Anmerkung... also auf deren Wunsch hier ein frühmorgendliches "Piep. Bin noch da."
Der Arzttermin gestern war so unspektakulär, dass ich nicht mal darüber gebloggt habe. Alles auf dem Stand von letzter Woche. Das Kind weiterhin nicht richtig ins Becken gesunken, der MuMu weiterhin fast zweifingerbreit offen (also absolut unverändert). Ein leichter Wehenausschlag. Tja. Bloß das Gewicht war deutlich gestiegen, was aber meiner fehlerhaften Kleiderwahl zuzurechnen war. Ich hatte die Kühlwetterfront gestern schon erwartet und daher Stützstrümpfe, Latzhose, langärmliges T-Shirt, feste Schuhe an. Ich schwitzte wie ein ... Schrecklich! Zum Glück musste ich danach nur schnell das Kind abholen und kam auf dem Rückweg in den Genuss eines sommerlich-leichten Regens. Zuhause dann einen Striptease in Rekordgeschwindigkeit hingelegt - soweit man sowas mit nem Medizinball vornedran überhaupt hinkriegt.
Übrigens heute wieder eine traumlose Nacht verbracht. Trotzdem irgendwie müde aufgewacht. Liegt vermutlich am Wetterumschwung. Der Klabautermann findet das völlig in Ordnung, hat mir empfohlen heute viel zu liegen und zu brüten. Ich könne ja noch an den Kinderaugen feilen oder der Nase. "Nee, an gnubbelig-pummeligen Babyfüßen!", stimmte ich zu. Soweit zur Aufgabe des Tages.
Lotte hat inzwischen schon richtige Füße. So fast ohne Speckpolster und mit immer längeren Zehen. Die schmecken immer noch lecker, aber sie wirken nicht mehr babyhaft. Muss man ja mal sagen...
Gestern Nachmittag war da plötzlich so ein Loch. Ist ja kein Wunder bei dem vorhergehenden Druck. Dann war der Druck mehr da und plumps. Dazumal das gute Kind sich nur gemütlich in mir räkelte und die Füße etwa auf doppelte Dicke anschwollen. Naja und dann diese aufmunternden Träume...
Heute - habe ich beschlossen - werde ich mich münchhausenmäßig am eigenen Schopfe aus dem Loch rausziehen. Und zwar jetzt gleich sofort mit schön lautem fröhlichem Reggae und als erster Aktion dem Saugen der Wohnung. Wer hockt schon gerne in einem Dreckloch? Dann war da ja noch das Projekt Kliniktasche... Dann geht's heute Nachmittag zum Arzt. Mal sehen, was der so sagt.
Unsere Große hat uns heute auch schon fröhlich gemacht: Um fünf quakte sie nach ihrem Nuckel, war aber so nett sich dann gleich wieder hinzulegen und weiter zu schlafen. Da wir ihre Bettstäbe gestern Abend nicht drin gelassen hatten, habe ich dann einfach mal die Tür nur angelehnt. Und siehe da, so gegen halb sieben kam die kleine Maus zu den Eltern getapert und musste nicht abgeholt werden. War das schön!
Neben meiner Tochter, die etwa fünf Jahre alt ist, läuft ein nackter Mann. Ich sehe ihn nur von hinten. Er ist etwa so breit wie hoch - also eher stämmig vom Körperbau - und genauso groß wie Lotte. Wieso sieht er aus wie ein ausgewachsener Mann, obwohl er Kindergröße hat? Wieso träume ich meinen zukünftigen Sohn immer in ausgewachsener Form? Wieso kann ich nicht von einem kleinen moppeligen Babyjungen träumen?
Traumlose Nacht. Dafür um 4h00 und um 5h00 Stippvisite beim Kind, weil es seinen Schnulli heulend vermisste. Erstaunlich, wie schnell man noch aus dem Bett kommt, wenn man nicht darüber nachdenkt, was für eine Wampe man hochwuchten muss.
Gleich gehen Kind und Kegel zum Kleinkindschwimmen und ich gehe mit meinem innewohnenden Schwimmkind auf die Couch und unterhalte mich mal mit ihm. In medias res.
Und vielleicht packe ich auch mal meine Kliniktasche. Wäre ja irgendwie angebracht, wenn ich heute noch los will... ;-)
Ich sage die Interpretation lieber gleich vorweg: Es waren Geburtsträume! Etwas verquer zwar, aber doch definitiv. Und - ehrlich gesagt - wünsche ich keine andere Interpretation. Dafür waren sie zu verquer:
Traum Nr. 1: Ich finde stehend in der Badewanne einen fest in Gewebeklebeband eingetapten Mann vor. Ich weiß nicht, wie lange er schon dort rum steht und zögere, das Tape abzumachen, aus Sorge mir könnten aus der Mundhöhle die Maden entgegen krabbeln. Andererseits könnte er ja noch leben... (ich wache halb auf, einige mich mit mir auf einen Geburtstraum und kann wieder ruhig weiter schlafen)
Traum Nr. 2 (nächste Nacht): Eine Kollegin von mir durchblutet ihre Jeans poseitig. Ein aufgeplatzter Pickel sei die Ursache. Ich schlage eine Behandlung mit Teebaumöl vor und schau mir die Wunde an. Sie ist sehr sehr groß und tief. Die Kollegin greift rein, holt eine Art Löffelgriff hervor und sagt: "Na, den zumindest können wir da doch schon mal raus nehmen!" (ich wache halb auf, einige mich mit mir auf einen Geburtstraum und kann wieder ruhig weiter schlafen)
Ich bin gespannt auf die nächste Nacht...
Aha. Gut, wenn man bei der zweiten Schwangerschaft noch dazu lernen kann. Was ich hier als Kindsbewegungen interpretiert habe, sind eigentlich Senkwehen. Zumindest dann, wenn sich der gesamte Bauchbereich verhärtet. Soso. Hab ich jetzt ziemlich häufig. Na, dann senk dich mal, Jungchen. Sonntag biste dran!
Heute Nachmittag haben wir mal wieder Lottes liebstes Wimmelbuch angeguckt. Auf der Märchenlandseite sind ganz viele Kleinkinder und Babies mit ihren Eltern abgebildet. Die mag ich momentan am liebsten, weil man da so pädagogisch wertvoll die Begriffe Bruder und Schwester einführen kann und großes Kind und kleines Kind und so...
Mama: Lotte, zeig mir mal eine Mama, die so aussieht wie ich.
Lotte guckt sich die Seite an und zeigt prompt auf eine Hochschwangere in rotem Umstandskleid. Dann dreht sie sich zu mir und klatscht mit ihrer Hand auf meinen Bauch!
Ist sie nicht schlau, meine Kleine? :-D
Weil eine der hiesigen Schulen wohl über keinen Sportplatz verfügt, joggen hier in losen Abständen Jugendliche an meinem Fenster vorbei. Ihr habt mein herzliches Mitgefühl...
Ich hingegen bin zufrieden: Kind ist nach fieberfreier Nacht bei der Tagesmutter und ich kann noch ein bisschen am PC arbeiten.
... wenn man noch eine schriftliche Arbeit bis Donnerstagabend fertig zu stellen hat, um dann Freitag und Samstag in die Prüfung zu gehen, und das Kind prompt in der Nacht Fieber bekommt, wo doch der Babysitter für den Nachmittag abgesagt hat.
Soll heißen: Kind ist zuhause, hat jetzt wieder etwas erhöhte Temperatur nach einem fieberfreien Vormittag. Ich habe meine Arbeit auf heute Abend / Nacht verschoben und werde da was zusammen schustern, au weia. Egal. Es ist ja klar, wo die Prioritäten liegen...
Fieberursache unbekannt. Könnte durchaus ein Zahn sein. Werde nachher mal Dentinox einsetzen. Oder die Nase? Ich hab jedenfalls eine leicht laufende Kieferhöhle... Oder ne Impfreaktion? Oder bei Papa angesteckt, der sich offensichtlich das letzte Zwei-Tage-Fieber von Lotte zugezogen hatte und ein paar Tage darnieder lag? Wer weiß das schon, solange sich keine Pusteln und so zeigen?
Verstärkter Ausfluss, Muttermund fast zweifingerbreit offen, Kindskopfdurchmesser von 10 cm, allerdings noch nicht tief ins Becken gerutscht, eine deutliche Kontraktion auf dem Wehenschreiber (die ich allerdings gar nicht bemerkt habe bzw. als Kindsbewegung gedeutet habe. Der junge Mann machte mal wieder Frühsport). Ich bleibe bei meinem Entschluss: Sonntag! Sonntag schmeiße ich ihn raus! Mein Arzt lachte und gab mir - nur so zur Sicherheit - einen neuen Termin für nächsten Montag.
Der Wettstand ist folgendermaßen:
20.6. - Tanja
22.6. - Ines
23.6. - Pampersfront, Tante 3 (wegen Midsommer)
24.6. - Tante 3 (wegen Midsommer)
25.6. - Mama Schwaner
26.6. - Kassiopeia
27.6. - Ami, Feuervogel, Sandy
28.6. - Mama Melanie
1.7. - Klabauterfrau
2.7. - Steffi
3.7. - Mudder Seemann
6.7. - Giftzwerg
7.7. - Kerstin
8.7. - Pampersfront, Annie
9.7. - errechneter Termin (ET)
12.7. - Mandy
25.7. - Bienenkönigin (pure Bösartigkeit)
Tasche ist natürlich noch nicht gepackt... :-D
Nomen est omen. Wir hätten da vorher dran denken sollen. Klumpaquatsch. Klumpaquatsch! Ich fühl mich jedenfalls so, als hätte ich einen - ziemlich agilen - Klumpen im Bauch. Wieso der immer so rumturnt, ist mir ein Rätsel!
Bisschen klumpig kommen mir auch meine Füße und Knöchel vor. Was heißt "vorkommen". Sie sind es! Aber morgen soll es ja kühl werden und da kann ich ja mal meine schicken Stützstrümpfe anziehen. Hmmm, wenn das nicht wieder Avancen vom Klabautermann hagelt...
Ich habe eine anstrengende Woche vor mir und ein Prüfungswochenende. Ab Sonntag darf dann geboren werden. Da leg ich mich hier aufs Sofa und werd mal ein deutliches Wort mit meinem Sohn sprechen. "Klumpi", werd ich ihm sagen, "Klumpi, ich hab die Schnauze echt voll! Du kannst jetzt kommen. Äh nein, kommst du jetzt bitte? Äh nein, wirst du wohl SOFORT da RAUS KOMMEN!!!"
Ja, ich bin schon wieder vorbei gefahren, an der Schule. Diesmal heute Mittag. Ich war etwa zwei Minuten im Bus und stand in vollem Schweiß. Ich kam an der Schule vorbei und da fiel es mir wie ein Schweißtropfen ins Auge: Ich werde nie aufsteigen ins Großbürgertum! Nie! Und nicht etwa, weil ich meine Kleidung zu selten bügele oder meine Schuhe zu lange trage und überhaupt viel zu wenig davon habe oder weil ich morgens beim Aufwachen so zerknittert aussehe. Nein, die Schichtzugehörigkeit hat - so meine heutige These - etwas mit der Verteilung der aktiven Schweißdrüsen zu tun!
Einfache Beobachtungen: Haben Sie schon mal einen schweißgebadeten Menschen aus der Oberschicht gesehen? Man guckt in die Zeitung - gut, da sieht man nur die ganzganz oben, aber die haben vermutlich überhaupt keine aktiven Schweißdrüsen -, da ist nie jemand verschwitzt! Was war das für ein Aufruhr, als Angela Merkels nasse Achselhöhlen fotografiert wurden! Allein daran kann man ja schon ablesen, wie selten solche Intimitäten wie Schweiß in diesen Kreisen öffentlich gezeigt werden. Sowas hat man einfach nicht!
Bei mir nun sitzen die aktiven Schweißdrüsen dummerweise am Kopf. Zu diesen Drüsen kommen Haare, Haare, eine Zumutung sage ich Ihnen: glatt und dünn. Gucken Sie sich ein Bild von Lotte an und Sie haben eine ungefähre Vorstellung! Glatt und dünn! Aus denen kann man echt nix machen! Selbst mit Betonspray überstehen die höchstens 50 Meter an der frischen Luft. Und dann bei diesen Temperaturen? Na, ein Tröpfchen Schweiß an der Haarwurzel und selbst die dreistündigen Bemühungen des Privatfriseurs wären dahin! Klatsch! Alles nass! Badekappe! Igitt!
Kann man nix machen! Ich mein an anderen Stellen, da könnte man ja noch kaschierend eingreifen, mit Schweißkissen oder was weiß ich. Notfalls lässt man sich die störenden Dinger wegoperieren. Aber am Kopf? Tja! Und damit ist mein kleinbürgerliches Schicksal besiegelt!
Und wo sitzen Ihre aktiven Schweißdrüsen?
Heute morgen war ich ausnahmsweise mal dran und habe Lotte zur Tagesmutter chauffiert. Chauffieren heißt, sie mit Kinderwagen im Bus hinbringen. Das muss man klar stellen, denn aufgrund meines heutigen Themas könnte man es ja falsch verstehen.
Mit dem Bus fahren wir an einer privaten Ganztagsgrundschule vorbei. Und morgens kurz vor acht ist da immer ein bisschen Stau, weil die Kids von ihren Eltern dort per Auto abgeliefert werden. Ich guck mir das gerne an, denn das ist ein Fundstück für jede Sozialstudie:
Die Eltern fahren Autos, die in etwa das 20fache meines Bruttojahreseinkommens kosten, würde ich Vollzeit arbeiten. Die Autos eigentlich immer schwarz, bei manchen hat man das Dach weggelassen. Sie sind immer sauber, also haben sie eine schöne Garage und werden nicht von Lindenblüten und Läusen eingesaut. Aus dem Auto steigt immer ein Kind. Eins. Ich habe noch nie gesehen, dass zwei aussteigen würden.
Die Eltern sehen immer gut aus. Keinen Tag älter als 35, leichte Bräune, wohlfrisiert. Niemals mit herauswachsendem Schnitt oder strähnigem Haar. Gerade so, als hätten sie schon eine Stunde beim leibeigenen Friseur zugebracht. Dezent geschminkt. Vermutlich duften sie auch gut. Ebenfalls dezent natürlich!
Die Kleidung ist immer neu und gebügelt. Die Schuhe fallen nie auf. Sie passen einfach zum Outfit. Niemals würde man mit "naja geht gerade noch so"-passenden Schuhen aus dem Hause gehen! Morgens um acht tragen viele schon ihre Sonnenbrille. Vermutlich weil der Lack des Autos so blendet. Sie lächeln immer! Vermutlich wachen sie schon lächelnd auf... Sie könnten sofort vor eine Kamera treten und die Tagesthemen moderieren. Sofort!
Nie wirken sie überkandidelt. Das wäre schlechter Stil! Bauchfrei? Überhaupt Bauch? Bzw. Hüfte? Sowas hat man nicht. Dabei kann ich sie mir auch nicht beim Joggen oder in einem Sportstudio vorstellen. Schwanger hatten sie bestimmt kein Wasser in den Beinen, sondern machten eine Superfigur.
Wir haben mal überlegt, ob wir uns nach den Kosten für diese Schule erkundigen. Sie läge so günstig. Davon bin ich inzwischen abgekommen. Ich glaub, wir würden da irgendwie nicht reinpassen...
dass ich so müde bin? Kaum habe ich eine Freiminute, schlaf ich auch schon. Schrecklich! Jaja, ich weiß, ich muss hier keinen Spitzensport mehr treiben, aber manchmal will man ja auch was erledigt kriegen im Laufe eines Tages. Das klappt vorne und hinten nicht mehr...
es regnet, die Erde wird nass.
die Fenster sind offen, es riecht gut nach Gras.
Klabauters würden am liebsten nackig vor die Haustür gehn,
wir werden's aber nicht tun, man könnte uns ja sehn...
Das Kind hinterlässt einen Schmutzrand in der Badewanne. Das beobachte ich das erste Mal. Was sagt mir das? Nein, es war nicht besonders schmutzig. Aber vielleicht die Badewanne? Ich meine, vor der letzten Putzorgie?
Zu meinem Trost: Wenn es ganz doll dreckig ist, stellen wir das Kind meist unter die Dusche. Heute war aber auch Abkühlung nötig!
Die Laune ist übrigens erträglich (auch wenn die Tagesmutter von Nöligkeit zu berichten wusste), denn heute ist der Opa mütterlicherseits da. Die Großeltern väterlicherseits haben gestern das Weite gesucht, nachdem sie vier Tage lang intensivst bespielt wurden! Morgen kommt der Babysitter. Danke, Ihr Lieben! (muss echt mal gesagt sein)
Das Kind verliert an Charme. Zumindest um 5h00 früh, wenn sie im Bett rumheult, weil ihr Nucki nicht parat liegt, sie dann auf den Arm will, im elterlichen Bett rumnölt, weil es ihr dort vermutlich zu hell ist oder zu warm oder sie eben rumheulen will, wenn der Anblick des Fläschchens Tränen produziert, aber auch der Anblick des weggestellten Fläschchens, wenn denn weder gute Worte noch gute Taten helfen, dann steht das Kind kurz vor der Freigabe zur Adoption.
Zum Glück sind die Adoptionsbüros frühestens ab 8h00 geöffnet. Da bleibt Zeit, um sich wieder ein bisschen einzukratzen... Jetzt kann sie noch ein bisschen bei der Tagesmutter rummeckern und dann sehen wir mal, was der Nachmittag so bringt. Muttern hat den Vormittag jedenfalls ruhenderweise verbracht. Nachdem das Gequengel weg war, habe ich bis 12h00 geschlafen. Und ehrlich gesagt schlafe ich immer noch. Mit offenen Augen.
Ich wusste das schon vorher, aber es zu erleben, ist nochmal was anderes: Es ist nicht das Dollste bei hochsommerlichen Temperaturen hochschwanger zu sein. Egal was man macht, man klebt. Und eigentlich kann man gar nix anderes machen, als die Beine hochlegen. Die tun einem dann trotzdem weh, vermutlich wegen der Blutleere. Das Zweitkind nimmt keine Rücksicht und hampelt inwendig fröhlich vor sich hin. Das Erstkind nimmt auch keine Rücksicht und schläft erst gegen 22h00 richtig ein, nachdem sie am frühen Abend eine Extrasiesta einlegte. Man selbst könnte im Stehen schlafen, will sich aber nicht hinlegen, weil die Zimmer immer noch so warm sind und die Luft draußen noch nicht abgekühlt und überhaupt hätte man gerne eine Eisscholle als Kopfkissen... Ich geh jetzt nochmal schnell duschen und probiere dann die Wagerechte. Guts Nächtle!
Der geschlossene Standardschuh.
"Bequem aber nur unbeobachtet zuhause" (Zweitschuh gerade von Lotte verschleppt)
"Unsere Zeit wird wieder kommen!"
"Du könntest uns ruhig mal entstauben"
"Seit zwei Jahren ignorierst du uns schon!"
Das Stöckchen flog mir von Mama Schwaner zu und ich reich es mal an die Spillie-Zwillis weiter. Die dürften doch auch einen interessanten Schuhpark haben und Mama hat ja gerade keine Zeit für sowas...
Kurz nach dem Aufstehen bekommt Klabautermama ihren ersten rechthaberischen Anfall und fragt sich hinterher, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Klabauterlotte rennt nämlich fröhlich durch die Wohnung und behauptet, auf der Antenne würde ein Rabe sitzen. Das hat ihr wohl der Opa gesagt. Aber Raben sind bekanntlich sehr seltene Vögel und außerdem kennt das Kind die Krähe. Man kann sie also wirklich nicht bei dieser Meinung lassen. Nein, man muss korrigierend eingreifen und ihr (und nebenbei dem Opa) erklären, dass das auf jeden Fall eine Krähe ist und mitnichten ein Rabe. Als könne sie das schon auseinander halten, wirft der Opa ein. Aber das ist ja nun wahrlich kein Argument in einem ornithophilen Haushalt. Man lässt sein Kind schließlich auch nicht in dem Glauben ein Motorrad sei ein Dreirad, oder? Nein, da muss insistiert werden. "Habe, Habe", trällert das Kind und die Mutter zuckt jedesmal zusammen. "Nein mein Kind, das ist eine Krähe!", insistiere ich immer genervter. Hilft natürlich alles nix.
Ich geh jetzt mal die Tassen zählen, ob überhaupt noch eine da ist...
Alles schläft, einsam wacht... nur die fleißige Wochenendstudentin. Und das nach einer unruhigen Nacht, weil das Kindelein Fieber hat(te) und zwischen Mama und Papa nächtigte (mit der entsprechenden Weinerei zwischendurch). Meine Augenringe balancieren gerade auf den Knien.
Aber gestern Abend habe ich gefeiert und zwar bei einem Glas Erdbeerbowle, die sogar etwas Alkohol enthielt. Bow, wild und verrucht kam ich mir vor! Nur das öffentliche Rauchen habe ich dann doch lieber gelassen. Aber ich habe mich in die Qualmwolken meiner Kommilitoninnen gesetzt und tief eingeatmet! :-) Und nach einem ganzen Studientag in einem sonnenbeschienenen Seminarraum war das der angemessene Ausklang!
So, und jetzt muss ich meine Augenringe kaschieren und dann geht es wieder los. Macht's euch schön!
Ich komm hier - trotz aller Pausen - ganz gut voran. Da hat mir mein morgendlicher Kampfgesang auf die Sprünge geholfen. Der brachte mich nämlich auf meine musikalische Untermalung: Lange nicht mehr gehört und doch immer noch sehr gut - Tryo. Um mich auf den neuesten Stand zu bringen, hab ich mal youtube als Jukebox genutzt. Da gibt es erstaunlich viel Material zu der Gruppe. Jetzt, für die letzten Meter, schmeiß ich aber meine Altbestände an - zum Mitsingen!
Wer hier mitliest und meinen wahnsinnigen Putztrieb kennt, der ahnt "Besuch im Anmarsch" und liegt richtig. Heute Abend reiten die lieben Großeltern väterlicherseits ein. Ich hab zudem noch mein vorletztes Präsenzwochenende dieses Semester. In zwei Wochen nochmal und dann darf das Kerlchen kommen. Also nicht irre machen lassen, wenn morgen und übermorgen nix gepostet wird!
Putzen bildet, könnte man sagen. Während man so kontemplativ in ungewohnter Haltung, mit der Nase quasi direkt vor dem Schmadder des Lebens, vor sich hin rödelt, kommt man auf die interessantesten Gedanken. Hat vermutlich wirklich was mit dieser devoten Kopfneigung zu tun, die die abwegigsten Ideen aus dem Kleinhirn in den Frontallappen befördert.
Besonders inspirierend finde ich immer das Badputzen, wobei mir speziell das Areal rund um die Kloschüssel einen extrem hohen Inspirationsfaktor zu haben scheint. Gelegentlich erwische ich mich bei der Frage, ob ich nicht noch ein biophysikalisches Aufbaustudium anstreben sollte, um mich dann als Verdauungsprodukte-Entsorgungsprozess-Spezialistin in der Kloschüsselindustrie zu verdingen. Dann sag ich mir aber, dass ich dafür schon zu alt bin. Vielleicht sollte ich meine Ambitionen auf eine Karriere als Verdauungsprodukte-Entsorgungsprozess-Philosophin beschränken. Da spielt das fortgeschrittene Alter dann eine eher positive Rolle.
Damit Sie wissen, was ich meine, mal eine Kost-, äh, nein, falsche Metapher, eine exemplarische Frage: Hand auf's Herz. Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Klobürste erneuert? Also ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Da wir etwa 1,5 Jahre hier wohnen und ich bei Einzug grundsätzlich eine neue Klobürste aufstelle, ist es also höchstens 1,5 Jahre her. 1,5 Jahre. Eine lange Lebensdauer für eine Klobürste, finden Sie nicht? Die Dinger sind ja nun per se unappetitlich. Es bleibt ja rein designtechnisch schon eine Menge an ihnen hängen. Und der grundsätzliche Ekelfaktor verhindert die regelmäßige Reinigung der Teile. Oder nehmen Sie den Klobürstenhalter gerne in die Hand und traktieren ihn mit scharfen Reinigungsmitteln, damit die Rückstände verschwinden? Das dürften wohl nur ein paar sehr Hartgesottene unter uns tun. Warum also hat so eine Klobürste so eine verdammt lange Lebenszeit? Ich meine, die kosten ja nun nicht gerade viel. Was muss man so rechnen für eine simple weiße Plastikbürste mit Halter? Irgendwas zwischen 1,5 und 3 € vielleicht? Läppisch. Da bezahle ich mehr für mein Pfund Kaffee.
Warum also vernachlässigen wir die Klobürste so? Was spräche dagegen, sich jeden Monat eine neue zu gönnen? Ich könnte mir täglich eine neue gönnen und statt dessen auf Schoki und so verzichten (ach so, vergessen: Guten Tag, ich bin Frau Klabauter. Ich bin ein Schokimonster!). Doch was tue ich? Nichts. Ich putze um das Ding herum, wische mit spitzen Finger den Staub vom Halter und vergesse das Teil wieder. Bis es so eklig aussieht, dass ich mich vor einem Besucher schäme und ich von daher daran denke, es zu ersetzen. Soweit ist es heute noch nicht. Und ich weiß aus eigener Ansicht, anderer Leute Klobürsten haben es auch nicht besser!
Soweit meine bisherigen Gedankengänge zu diesem Thema. Ich putz jetzt mal weiter. Mal sehen, ob mein Kleinhirn auch noch Antworten nach vorne schüttelt...
Allons amies de la propreté
le jour du nettoyage est arrivé.
Contre nous de la saloperie,
l'étandard poussiéreux est levé.
Entendez-vous dans les couloirs
Mugir cette crasse dégoûtante?
Elle vient jusque dans votre boudoir
Même sur l'ordinateur, elle s'étend!
Aux armes, citoyennes,
Formez vos bataillons,
ballayons, nettoyons!
Que tout l'impur
passe par l'evier!
Ich weiß nicht, ist es Gedankenlosigkeit oder ungehemmt ausgelebter Sadismus, der mir dieses Stöckchen von der Spillie-Mama einbrachte? Heute ist irgendwie nicht mein Tag, scheint's...
1. Wo wärst Du gerade gern für einen Tag?
Im Kreißsaal. Ich habe jüngst einen Renntraum gehabt. Natürlich war ich da nicht schwanger. Und ich rannte und rannte und rannte - toll war das! Muss in etwa so erhebend sein wie eine Rückenmassage. Aber gibt es eine Massageliege mit Loch für den Bauch?
2. Welches Gericht isst Du gerade am liebsten?
Spargel mit Kartoffeln, Bechamel und Kochschinken. Leider viel zu selten. Es könnte gern täglich sein!
3. Welches Lied, welche CD, hörst Du im Moment sehr häufig?
Bibabutzemann, interpretiert von Lotte Klabauter.
4. Welche Sendung im TV möchtest Du momentan nicht missen?
ähm, ehrlich gesagt, ich guck da allerhöchstens mal so alle 14 Tage rein und dann nicht wirklich gezielt und i.d.R. kommt da meiner unerheblichen Meinung nach nur großer Sch...., selbst die Tierfilme sind nicht mehr das, was sie zu Sielmanns Zeiten waren und deshalb... pfff... schaffen wir das doch einfach ab, derdiedas TV. Radio, ja Radio, da würde mir was einfallen, z.B. der Wetterbericht! Gaanz wichtig!
5. Welchen Lieblingswein hast Du gerade?
Das ist ja wohl ne unverschämte Frage! Gänsewein zu meinem allergrößten Leidwesen! Man hat mir zum Geburtstag aus ähnlichen Intentionen heraus (purer Sadismus) eine Flasche lecker Obstler geschenkt. Jaha! Und den guck ich jetzt täglich sehnsüchtig an und denke mir:"Irgendwann in naher Zukunft mein Freund, werd ich dich kosten...!" Und Wein ist eine unheimliche Leidenschaft von mir! So ein lecker deutscher Riesling, im Sommer, abends auf dem Balkon, diese Birne in der Nase, das leichte Pitzeln auf der Zunge, der zunehmend verklärte Blick des Ehegatten... Ich hab ja so die Nase voll von diesem ständigen Nüchternsein!!!
6. Hast Du eine Lieblingsüßigkeit?
Haha! Noch so eine Frage! DIESMAL IN DIE ANDERE WUNDE, JA? Ich FRESSE ALLES!!! Schokolade, Eis, Kekse, Kuchen, Torten, Pudding, Rosinenbrötchen, Nutellatoast, HAUPTSACHE SÜÜÜÜßßßß!!! Und ich bekomme die Rechnung dafür serviert. Eingetragen in den Mutterpass. Schwarz auf Weiß! Ohne Gnade!! Zum Heulen ist das! Diese Zahl - UND NEIN ICH WERDE SIE NICHT VERRATEN - man hat ja noch sowas wie Schamgefühl - also diese Zahl kannte ich bisher nur theoretisch. Und ich überlege, ob ich einen Kaiserschnitt machen lasse und mir gleichzeitig etwas Fett absaugen... Ich will nicht nur keinen Bauch mehr, ich will auch eine Taille... Und mein Mann sagt: "In der Elternzeit lerne ich kochen, und während ich koche, gehst du joggen!" Aber SO kann man doch nicht joggen, mit soviel Speck. Wie sieht denn das aus? Stellen Sie sich eine kleine weiße Mehlmade beim Jogging vor, schnaufend, im Schneckentempo, schweißüberströmt und nach 100 Metern zusammenbrechend...
7. Welches Lebensmittel kaufst Du fast täglich?
Der Gnadenstoß. Was soll ich sagen? Siehe 6?
Vielen Dank an die Spillie-Mama für diese tiefe Erfahrung. Ich hab mich schon lange nicht mehr so nackich gefühlt. Aber das soll ja total gut sein, sich mal so zu zeigen, wie man so wirklich is(s)t. Nicht, das ich das jetzt schon bestätigen könnte. Aber vielleicht morgen. Oder übermorgen. Wenn ich wieder aus meiner Depression heraus gekrabbelt bin. Und vielleicht beginne ich in Zukunft jeden Post mit dem Satz "Hallo, ich bin die Klabauterfrau. Ich bin ein Schokomonster!"
Aber bevor ich mich unter meine Bettdecke verkrieche, geb ich das jetzt mal weiter an jemanden mit schlanker Figur! Mama Schwaner, darf ich bitten?
Habe gerade eine Verabredung verpatzt. Man erwartet mich seit einer halben Stunde. Gestern war es noch in meinem Kopf. Heute hab ich noch kein Mal dran gedacht. Bis zum Anruf eben. Ich versinke vor Scham... Ich kom shn ncht mr an d asn an...
So, wieder ein Hürde genommen: Heute Nacht weilten Mama und Kind das erste Mal beim Klabautermamapapa zur Übernachtung. Es ist alles gut gelaufen: Das Kind ist eine Stunde später ins Bett gegangen, hat nur zweimal nach dem Schnulli gejammert, und war morgens gut drauf. Die drei Erwachsenen waren etwas zerknittert. Die Großeltern von wegen der inneren Alarmbereitschaft, die Klabauterfrau wegen der ungewohnten Schlafsituation.
Das nächste Mal können wir dann, denke ich, den Versuch wagen, das Kind dort ohne Begleitung übernachten zu lassen. Schließlich geht es darum, das Geburtseinsatzteam zu vergrößern und für eine optimale Lottebetreuung vorzusorgen. Wobei auch schon die Tagesmutter Gewehr bei Fuß steht und die Klabautermamamama sowieso. Es besteht also kein Grund zur Panik.
Halleluja und ein dreifaches Hipphipphurra! Der kleine Kerl steht ordnungsgemäß Kopf, wiegt ca. 3500 gr und hat nen dicken Schädel. Der Muttermund ist fingerbreit offen. Alle Anzeichen also auf "startklar", Muttern kann sich beruhigt zurücklehnen und die Restzeit genießen. Am 14.6. gehe ich mich dann mal im Krankenhaus "vorstellen".
Ab jetzt werden Wetten entgegen genommen. ET ist der 09.07., ich wette auf 01.07., weil da Vollmond ist. Wer hält dagegen? Zu gewinnen gibt es Ruhm und Ehre!
Die nächste Supermutti, die Sie kritisiert, können Sie fragen: "Du hast wohl nur nen Realschulabschluss?" *grins*
Merkwürdig, dass meine Lieblingsblogs nicht aktualisiert sind, wenn ich abends um 23h00 meine letzte Runde drehe und morgens um 8h20 meine erste. Sehr merkwürdig. Nur in Australien nimmt man mein Lesebedürfnis ernst... ;-)
Aufgrund der angeregten Nachfragen, ob und wie ich mein Kind beschäftige bzw. es sich selbst beschäftigt, hier mal ein Einblick.
1. Von 8h00 bis 14h30 weilt Lotte bei ihrer Tagesmutter. Das muss man deutlich sagen: Die Belastung erstreckt sich unter der Woche nur auf den Nachmittag. Mir reicht das im gegenwärtigen Zustand völlig. Aber auch als ich gearbeitet habe, wurde mir - je nach Tagesform - mancher Nachmittag lang.
2. Alles ist gut, wenn das Wetter schön ist. Dann geh ich nämlich einfach mit ihr raus. Raus auf den Spielplatz, wo wir - zumeist - unsere Nachbarn antreffen und dann für Mutter und Kind Unterhaltung geboten wird. Ich muss dann fast nur noch darauf achten, rechtzeitig aufzuspringen, um Lotte beim Erklettern der Rutsche zu assistieren (also das Sicherheitsnetz zu spielen). Sind wir allein, muss ich auch noch mitbuddeln. Naja. Vorteil: Wenn wir draußen sind, kann mich der Haushalt nicht rufen. Und wenn wir wieder reingehen, dann ist das Kind ausgeglichen, ausgetobt und schnell ins Bett zu verfrachten.
3. Regelmäßige Babysittertermine am Nachmittag: Einmal der Opa und einmal die Profisitterin. Das sind die Zeiten, wo ich Putz- und Aufräumaktionen einplane, oder auch Sondersofatermine. Gerade in den letzten Wochen nehmen die zu... :-)
4. Selbstbeschäftigung: Wir trainieren das noch, aber es wird immer besser. Was sie teilweise schon kann, ist das eigenständige Betrachten von Bilderbüchern, die sie gut kennt. Da kann sie schon mal zehn Minuten im Kinderstuhl sitzen, während ich in der Küche koche oder so, und ihrer Puppe oder sich selbst die Bilder zeigen. Oder ich schicke sie Essen kochen für ihre Puppe und die Plüschtiere. Wenn sie gut drauf ist, dann ist das auch eine gute 10-Minuten-Beschäftigung. Manchmal verkrümelt sie sich inzwischen auch, z.B. in den Flur zum Schuheanziehen. Dann kommt sie irgendwann mit Mamas Schuhen an den Füßen angeschlurft. Schuheanziehen ist eine Leidenschaft und kann an guten Tagen bis zu 15 Minuten Beschäftigung bringen. Puzzle legt sie ganz gerne. Das kann sie auch gut in meinem Rücken. Naja, bringt so 5 Minuten. ;-) Mit Malen könnte ich sie natürlich dauerbeschäftigen. Aber das darf sie nur unter Aufsicht, weil sie sonst Teppich und wer weiß was noch alles anmalen würde. Aber da mache ich mir große Hoffnungen für die Zukunft...
5. Wenn sie Aufmerksamkeit benötigt, ich aber gerade koche, dann setz ich sie in letzter Zeit häufiger in ihren Stuhl und zieh ihn an die Arbeitsplatte, so dass sie sehen kann, was ich da mache. Und dann unterhalten wir uns: Ich erzähle ihr, was ich mache und sie plappert das nach. Sie ist ja eine rechte Plaudertasche, so dass das wirklich ein prima Zeitvertreib ist.
6. Ich versuche sie einzubeziehen. Das ist noch ziemlich hart, weil nur selten möglich. Z.B. beim Dreckwäschetransport Richtung Waschmaschine geht das gut. Oder beim Aufräumen des Kinderzimmers und des Flurs geht das auch teilweise. Naja, und wir gehen zusammen einkaufen (wobei sie dabei noch im Wagen bleibt. Ich hab keine Lust hinter ihr die Regale neu zu sortieren...). Oder ich schicke sie durch die Wohnung, irgendwas suchen: "Bring mir mal deinen Trinkbecher" oder so.
7. Papa einspannen, wo es nur geht. Also abends, wenn es zeitlich hinhaut z.B. beim Füttern und ins Bett bringen. Morgens wird sie von ihm zur Tagesmutter gebracht. Am Wochenende ist er verstärkt Bespielungskommando (jetzt z.B. mit ihrem Schwimmtermin).
8. Ausflüge etc. für die langen Tage sind extrem wichtig. Ich hasse Tage, an denen wir witterungsbedingt nicht raus kommen. Die dehnen sich ins Unendliche. Wenigstens zu den Enten müssen wir laufen, damit das Kind körperlich was zu tun hat. Früher waren wir an den Wochenenden gerne mal reine Couchpotatoes. Das geht jetzt total nach hinten los...
9. Ich helle die Stimmung auf, z.B. durch das Abspielen der Kinderlieder-CD. Da singt und tanzt sie dann mit (naja "summ summ", "biba biba" halt) und hat einfach bessere Laune für eine kleine Weile.
10. Was immer funktioniert, ist Wasser: Wasserplanschen auf dem Balkon oder in der Dusche oder in der Badewanne. Dabei kann man sie natürlich auch nicht alleine lassen, aber sie spielt allein, man muss nur dabei sitzen. Das kann sie locker 30 Minuten und länger. Danach ist sie auch schön geschafft... ;-)
11. Wenn es ganz hart kommt, ich völlig am Ende bin und mir nicht mehr zu helfen weiß, dann setz ich mich mit ihr vor den PC und wir gucken Lotte-Videos (das fasziniert sie sehr) oder auch mal Kika oder irgendeine Tierdoku. Das kann sie bis zu einer halben Stunde bannen. Aber das mache ich echt nur im Notfall.
12. Ich habe mir vorgenommen für den Herbst / Winter ein Indoor-Programm zu kreieren. Irgendwas mit Sport und irgendwas mit Musik und irgendwas mit Malen und Basteln. So halt als zückbares Programm, wenn einem nix einfällt, mit vorgegebenem Ablauf, damit man nicht nachdenken muss und mindestens eine Stunde gefüllt bekommt. Etwas, was allen Beteiligten Spaß macht. Und vielleicht sind wir Nachbarsfrauen bis dahin auch so vertraut miteinander (nachdem wir soviel gemeinsame Zeit auf dem Spielplatz verbracht haben), dass wir uns die Kinder gegenseitig zuspielen. Dann toben die mal durch ne andere Wohnung und bespaßen sich gegenseitig. Ich glaube das ist ein echt lohnenswertes Projekt... :-D
Nach dem morgendlichen Kleinkindschwimmen, das mit dem heutigen Tag wieder aufgenommen wurde, schlief das Kind lang, aß und nörgelt seitdem. Sie ist definitiv gelangweilt, kann sich nicht allein beschäftigen, kann sich aber auch nicht so richtig auf irgendwas konzentrieren. Währenddessen hängen die Eltern etwas in den Seilen, weil sie eigentlich eher so Faulenz-Sonntagsstimmung haben.
Auffällig ist, dass das Kind sich ständig irgendwo wehtut. Sie fällt hin, sie klemmt sich die Finger, sie läuft gegen Kommoden... sie stellt sich einfach blöd an und produziert damit noch mehr Weinerlichkeit / Nöhligkeit. Interessanter Mechanismus. Ich habe Mann und Kind jetzt raus auf den hauseigenen Spielplatz geschickt, damit ich hier mal in Ruhe was lesen kann (leider nicht nur zum Vergnügen) und damit das unausgelastete Kind sich hier nicht noch schwer verletzt... Mal sehen, ob es was hilft.
Ich hoffe, das geht jetzt nicht jeden Sonntag so?
Kleiner ehelicher Gesprächsausschnitt:
Mann: Weißt du worauf ich mich bei unseren zwei Kindern freue?
Frau: Worauf?
Mann: Erstens auf den Zeitpunkt, wo beide vernünftig essen können!
Frau: Und zweitens auf den Zeitpunkt, wo sie ausziehen?
Mann: *lacht* Nein. Zweitens auf den Zeitpunkt, wo sie sich alleine beschäftigen können.
Frau: *seufzt sehnsüchtig* ach ja...
Kind: "Mama, essen!"
Mama: "Hast du Hunger?"
Kind: "Nein. Mama essen."
Mama: "Ich soll essen? Was denn?"
Kind: "Boot"
Mama: "Ich soll Brot essen?"
Kind: "Boot essen." *Kind greift auf eine nicht vorhandene Anrichte und reicht mir ein nicht vorhandenes Brot*
Mama: "Oh! Ein Brot! Danke sehr! Mmmmh, ist das aber lecker! *schmatzt* Kann ich noch mehr haben?"
Kind: *freut sich und reicht mir ein weiteres Brot* "A Boot!"
Mama: "Kann ich auch was zu trinken haben? Hast du Kaffee?" *formt aus der Hand eine Tasse*
Kind: *strahlt und gießt in die Tasse ein*
Mama: "gluckgluckgluck. Lecker!"
usw. usf.
Also ich hatte zum Frühstück: Brot, Kaffee, Erdbeeren, Keks, Nudeln mit Tomatensoße und Salz, Apfelsaftschorle und Schokoladenkuchen. Mann, bin ich satt!
Ich habe ja schon öfter mal diskret angedeutet, dass das werte Lottchen so seine Marottchen in Bezug auf das Essen hat. Nun habe ich aber den definitiven Trick heraus, wie man Kohlehydrate in dieses Kind hinein bekommt und möchte ihn anderen leidgeprüften Müttern nicht vorenthalten:
Man weile ganztags mit dem Kind an der frischen Luft! Dann isst es auch ohne zu murren Splitterbrötchen oder Croissant (servieren Sie ihr das zum Frühstück und sie wird sich naserümpfend abwenden), Käsebrot mit Brot, Kartoffeln (z.B. in Form von Pommes), Nudeln (naja, die gehen eigentlich immer) und sogar Risotto. Ich glaube soviel Kohlehydrat war noch nie!
Und dabei fing der Tag mal wieder traumatisierend an: für Muttern natürlich. Der große Ausflug in den Zoo wollte schließlich vorbereitet werden und also jammerte und heulte das Kind in einer Tour, weil keiner niemals für sie Zeit hatte. Haferbrei mit Birnenmus wurde mit verzweifelten Krokodilstränen abgelehnt, auch sonst die Aufnahme fester Nahrung verweigert. Blieb also nur ein zweites Fläschchen als Alternative... Klabautermama sah ihr Kind schon entkräftet in das Wolfsgehege fallen... Alles wurde gut, siehe oben!
Auf dem Heimweg wollten wir dann das "alte" Splitterbrötchen von heute früh an die Enten verfüttern. Ein bisschen bekamen die auch noch ab. Den Hauptteil vertilgte die eigentlich satte Lotte so nebenbei...