30.12.05

T ?!

01h00: mit Ischias- und Symphysenschmerz ins Bett. Kann nur auf der rechten Seite schmerzfrei liegen.

05h30: muss aufs Klo

06h00: muss aufs Klo

06h30: nanü? schon wieder? Oh, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Da geh ich doch mal Suppe kochen.

07h30: Großer Topf Hühnersuppe ist fertig. Vorwehen kommen etwa halbstündig und tun nicht sonderlich weh. Ich bin gespannt!

...

15h00: Seit 3 Stunden ist wieder Ruhe im Karton. Waren das jetzt die Senkwehen oder was? Wir nutzen die Pause kreativ:

20h35: Leichte Wiederaufnahme der Wehentätigkeit, allerdings in unregelmäßigen Abständen und auch weniger intensiv. Naja, hat sich das zweistündige Hüftkreisen auf dem Gymnastikball wenigstens gelohnt. Ob sich das wieder steigert oder einschläft, sobald ich selber in die Kissen sinke... wer will das vorhersagen? War aber trotzdem ein toller Tag und ich bin ja soooo froh, dass endlich was passiert! Murkeline strampelt ab und zu, der geht es also auch gut! Und morgen haben wir eh wieder Vorsorgetermin im Krankenhaus. Dann können die mir ja sagen, wie wir am besten weiter verfahren.

Allen Mitbibberern und Daumendrückern und Gutewünscheschickern eine gute Nacht! Irgendwann wird sie schon raus kommen! Jetzt bin auch ich mir sicher!!! ;-)

29.12.05

Autorität

Der Verlauf des Tages hat empirisch erwiesen, dass es mir an natürlicher Autorität mangelt. Das Kind hat sich von meiner klaren Ansage nicht beeindrucken lassen und ist immer noch da, wo es nicht mehr hingehört. Es geht ihr laut CTG blendend. Der Wehenschreiber schlug quasi ins Negative aus.

Trotz dieses niederschmetternden Forschungsergebnisses geht es der Mutter blendend. Hier ist alles fett eingeschneit und das hebt meine Laune beträchtlich. Außerdem habe ich dank Schoko-Bella ein fantastisches Ablenkungsmittel für dumme Gedanken gefunden!

ET + 6

Heute soll sie kommen. Das habe ich gestern Abend so beschlossen. Ich muss sowieso heute Nachmittag ins Krankenhaus zur Vorsorge. Außerdem ist Unwetterwarnung wegen massiver Schneefälle für unsere Region. Ich finde, das wäre passend, mit Wehen in einem Taxi mit Tempo 15 Richtung Krankenhaus schleichen...

Dass ich schon wach bin, hat nichts zu bedeuten. Mein Liebster hat nen Handwerkertermin in aller Herrgottsfrühe in der neuen Wohnung. Da war ich einfach solidarisch und bin mit aufgestanden.

28.12.05

ET + 5

Ja nimmt das denn kein Ende? Das Warten treibt uns definitiv in den Wahnsinn: Statt Vornamen zu reduzieren, diskutieren wir gerade Nummer 4.

27.12.05

les misérables

Nachmittägliche Telefonkonferenz mit Klabautermutter brachte es ans Licht: Uns fehlt noch Ausstattung! Jetzt habe ich doch tatsächlich noch keinen einzigen Nuckel im Haus. Und Handschuhe fürs Kind hat's hier auch nicht. Und auch noch kein Thermometer. Kein Wunder, dass das Kind zögert, sich solch desolaten Verhältnissen auszuliefern.

ET + 4

Das CTG des Tages verzeichnet eine kleine Wehe. Was soll ich sagen? Ich habe sie nicht bemerkt... Aber wir nehmen das jetzt mal als Zeichen, dass sich was tut. Irgendwas. Ist doch schon mal was!

26.12.05

ET + 3

Wir sind eingeschneit. Toll! Weiße Weihnachten! Die Bäume sind alle dick bepudert und 20 cm Neuschnee für die nächsten Tage angekündigt! Wunderbar!

Nach einem herrlich verfläzten Tag mit Spaziergang im Schnee genießen wir gerade die Probepackung Rotbuschtee mit Apfelstrudelaroma. Sowas kann man ja wirklich nur an einem verschneiten Weihnachtsabend trinken...

25.12.05

Frau Julie gewidmet

Ich widme dieses Posting hier der werten Frau Julie; einer Frau, die auch harte Wahrheiten nicht hinter weichen Worten versteckt.

Waren im krankenhäusischen Kreißsaal zum Herztöne hören. Eine halbe Stunde lang lagen wir in diesem angenehm abgedunkelten Raum, der nur durch einen künstlichen Weihnachtsbaum beleuchtet wurde und lauschten dem galoppierenden Gebumper unserer Tochter. Zwischendurch strampelte sie mal ne Runde, was sich auf dem CTG durch einen kräftigen Ausschlag bemerkbar macht. Zwei Hebammen hatten Dienst. Jede kam mal vorbei und warf einen Blick auf den Ausdruck. Jede erzählte uns dasselbe: Die strampelt ja noch ordentlich. Wehen sind keine zu messen. Früher hätte man nach dem 8. Tag die Geburt eingeleitet. Heute würde man bis zum 14. Tag warten. Es sei ja auch gut und wichtig für das Kind, wenn es diese Zeit zur Entwicklung noch bekäme.

Für die Laien hier die Übersetzung: Die hat ja noch Unmengen Platz. Vermutlich wird es noch sehr lange dauern, bis die Geburt einsetzt. Üben Sie sich in Geduld und beruhigen Sie sich damit, dass dahinter höchstwahrscheinlich eine biologische Notwendigkeit steht, auch wenn keiner weiß, welche.

Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass meine Tochter bei der Messung am 13.12. einen Kopfdurchmesser von 9,5 cm hatte und am 20.12. von 9,7 cm. Der Muttermund soll sich auf 10 cm öffnen unter der Geburt. So, den Rest rechnen Sie sich bitte selbst aus...

ET + 2

Bin gerade aufgewacht. Fühle mich etwas verquollen und verkatert. Werde jetzt mal unseren neuen Bodum-Espresso-Kocher säubern, während der Mann versucht, am 1. Weihnachtsfeiertag vernünftiges Espressopulver zu kaufen. Mein Hirn arbeitet noch verlangsamt. Brauche drei Minuten, um mich für die nächste Aktion zu entscheiden. Post abschicken...

24.12.05

40 + 0 bzw. ET + 1

Frohe Weihnachten allerseits! Heute warten alle auf das Christkind. Nicht nur wir... ;-) Aber bis jetzt sieht es so aus, als könnte ich die Gans heute Abend in Ruhe verspeisen...

Weihnachten war ja der Beginn einer neuen Zeitrechnung. So ist es auch in meinem Fall. Jetzt werden nicht mehr die Schwangerschaftswochen gezählt, sondern die Anzahl der Tage, die ich über dem errechneten Termin bin (heute also ET + 1).

Sollte der Geburtstermin überschritten werden, wird Sie der Arzt häufiger untersuchen, um die Gewichtszunahme des Kindes im Auge zu behalten, und es wird möglicherweise ein Wehenbelastungstest durchgeführt, um sicherzustellen, dass es dem Kind gut geht. (pampers.de)

Davon habe ich noch nichts gehört. Ich soll morgen ins Krankenhaus und Herztöne abhören lassen. Am 27. habe ich dann wieder Termin bei meinem Arzt und meiner Hebamme. Alle zwei Tage wird jetzt also kontrolliert, ob es dem Kind auch gut geht. Wenn nicht, dann wird die Geburt eingeleitet.

Das ungeborene Kind speichert in der Leber Stärke, die es nach der Geburt in Glukose umwandeln kann. Darüber hinaus verfügt es auch über Flüssigkeitsreserven. Wie ein Kamel ist es selbstgenügsam und mit allen nötigen Nährstoffen ausgerüstet, um die Strapazen der Geburt und den Tag danach zu überstehen - bis die Produktion Ihrer Muttermilch eingesetzt hat.

Also doch kein Christkind, sondern ein Kamel. Naja, ist jetzt auch schon egal... :-)

Adventskalender

1 2 3 4 5
6 7 8 9 10
11 12 13 14 15
16 17 18 19 20
21 22 23 24 25

23.12.05

ET - errechneter Termin

Es tut sich nichts.

Die Eltern haben natürlich vormittags angerufen. Der Vater eher schon morgens. Vermutlich aus Sorge, ich könnte es sonst verschlafen... ;-)

Steinbock statt Schütze

Nun steht es ja definitiv fest, dass wir keine Schützin bekommen. Das wäre ein feuriges, fantasiebegabtes Wesen geworden. Ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Also das klang schon so ganz nett, fand ich.

Dann also ein Steinbock. Ein bodenständiges, ernstes, eher introvertiertes Wesen. Ein Pisa-Studien-Durchschnittserhöher. Na gut, da kann Mama dann mit protzen. Aber wehe du schmust nicht gerne! Oder lachst nicht über den Blödsinn, den deine Eltern machen! Ja, das macht mir schon einige Sorgen, dieses Sternzeichen. Ich wünsche meinem Kind noch einen luftigen Aszendenten als Aufheiterer und Wegerleichterer.

22.12.05

Warten auf das Christkind...

Gestern Abend hatte ich erstaunlich dicke Knöchel. Ob mir das Fruchtwasser jetzt in die Füße rutscht?

Heute werden wir uns die Aufgabe des Geschenkepackens mit Fernsehen versüßen. Da wird sich schon was Weihnachtliches im Nachmittagsprogramm finden...

21.12.05

Rufname

Wie ist das mit dem Rufnamen? Muss man bei der Angabe des Vornamens einen der Namen als Rufnamen bestimmen? Oder kann man bei drei Vornamen einfach keinen als Rufnamen festlegen?

Vivisektion

Ich beobachte inzwischen natürlich jede Körperregung bei mir und analysiere sie auf geburtsvorbereitende Anzeichen hin. Jede fallende Wimper wird in Bezug auf ihre Lage und Dichte, jeder Pickel auf Konsistenz und Eruptivität, jedes Muskelzucken auf Schmerzintensität und Druckwirkung hin inspiziert. Ich liege unter meinem Mikroskop und hoffe, dass ich keine neue Spezies bin, sondern ein ganz normales Klabautertierchen.

Weiterhin keine Senkwehen zu verzeichnen. Habe aber inzwischen von einer Kollegin erfahren, dass sie auch keine hatte. Das ist ja beruhigend!

Ermutigend finde ich meinen etwas unruhigen Schlaf in den letzten Tagen. Meine Hüfte macht sich alle paar Stunden bemerkbar und dann muss ich mich auf die andere Seite wälzen. Ich schließe daraus, dass eine gewisse Knorpelerweichung stattfindet. Sehr begrüßenswert!

Die Brüste spannen auch wieder. Ich schließe daraus, dass sie die Produktionsphase vorbereiten.

Gestern war ich wieder bei der Vorsorge und der Akupunktur. Der Kopfdurchmesser ist jetzt bei 9,8 cm. Iirks. Das wird ja zunehmend eng... Klabauterrübe, komm raus da! Fruchtwasser ist noch ausreichend, aber nicht mehr üppig vorhanden. Auf die Akupunktur reagiere ich nicht unmittelbar. Andere verspüren sofort das warme Strömen, wenn ihnen der Entspannungspunkt gesetzt wird. Bei mir passiert da nichts. Aber das muss es auch nicht. Also hat das erstmal gar nichts zu sagen. Leider fällt der Termin nächste Woche aus, so dass ich meine netten Leidensgenossinnen wohl nicht mehr sehen werde...

Am ersten Weihnachtsfeiertag werde ich zum CTG ins Krankenhaus fahren. Nach dem Verstreichen des ET am 23.12. werde ich jetzt alle zwei Tage beim Arzt vorstellig, damit der Zustand des Kindes kontrolliert werden kann. Auf diese Art sehe ich den Kreißsaal nochmal vor dem Ernstfall... - aber wer weiß das schon, ist ja noch ein paar Tage hin. ;-)

19.12.05

Warten auf das Christkind...

... je länger das dauert, um so länger wird der Vorname. Gibt es eigentlich eine Begrenzung in der Anzahl der Vornamen, die so ein Kind bekommen kann? Momentan sind wir bei drei. Hm. Vielleicht setzt irgendwann nach Weihnachten der Umkehrungsprozess ein und wir streichen wieder? Nach der Völlerei die Askese?

18.12.05

Buchempfehlung

"Zufällig stieß er auf Galvanis Buch über den Strom und die Frösche. Galvani hatte abgetrennte Froschschenkel mit zwei unterschielichen Metallen verbunden, und sie hatten gezuckt wie lebendig. Lag das nun an den Schenkeln, in denen noch Lebenskraft war, oder war die Bewegung von außen gekommen, aus dem Unterschied der Metalle, und von den Froschteilen bloß sichtbar gemacht? Humboldt beschloß, es herauszufinden.

Er zog sein Hemd aus, legte sich aufs Bett und wies einen Diener an, zwei Aderlaßpflaster auf seinen Rücken zu kleben. Der Diener gehorchte, Humboldts Haut warf zwei große Blasen. Und jetzt solle er die Blasen aufschneiden! Der Diener zögerte, Humboldt mußte laut werden, der Diener nahm das Skalpell. Es war so scharf, daß der Schnitt kaum schmerzte. Blut tropfte auf den Boden. Humboldt befahl, ein Stück Zink auf eine der Wunden zu legen.

Der Diener fragte, ob er eine Pause machen dürfe, ihm sei nicht wohl.

Humboldt bat ihn, sich nicht dumm anzustellen. Als ein Silberstück die zweite Wunde berührte, ging ein schmerzhaftes Pochen durch seine Rückenmuskeln, bis hinauf in den Kopf. Mit zitternder Hand notierte er : Musculus cucularis, Hinterhauptbein, Stachelfortsätze des Rückenwirbelbeins. Kein Zweifel, hier wirkte Elektrizität. Noch einmal das Silber! Er zählte vier Schläge, in regelmäßigem Abstand, dann wichen die Faren aus den Gegenständen.

Als er wieder zu sich kam, saß der Diener auf dem Boden, das Gesicht bleich, die Hände blutig.

Weiter, sagte Humboldt, und mit seltsamem Schrecken wurde ihm klar, daß etwas in ihm Lust empfand. Jetzt die Frösche!

Das nicht, sagte der Diener.

Humboldt fragte, ob er sich eine neue Anstellung suchen wolle.

Der Diener legte vier tote, sorgsam gereinigte Frösche auf Humboldts blutigen Rücken. Aber jetzt reiche es, sagte er, sie seien doch Christenmenschen.

Humboldt ignorierte ihn und befahl: Wieder das Silber! Schon kamen die Schläge. Bei jedem davon, er sah es im Spiegel, sprangen die Froschleiber wie lebendig. Er biß in das Kissen, der Stoff war naß von seinen Tränen. Der Diener kicherte hysterisch, Humboldt wollte Notizen machen, aber seine Hände waren zu schwach. Mühsam stand er auf. Aus den zwei Wunden lief Flüssigkeit, so ätzend, daß sie seine Haut entzündete. Humboldt versuchte etwas davon in einem Glasröhrchen aufzufangen, aber seine Schulter war geschwollen, und er konnte sich nicht drehen. Er sah den Diener an.

Der schüttelte den Kopf.

Na gut, sagte Humboldt, dann solle er jetzt in Gottes Namen den Arzt holen! Er wischte sich das Gesicht ab und wartete, bis er wieder fähig war, die Hände zu gebrauchen und das Nötigste aufzuschreiben. [...]

Es war nicht leicht, dem Arzt zu erklären, was hier geschehen war. Der Diener kündigte in der Woche darauf, zwei Narben blieben, und die Abhandlung über die lebendige Muskelfaser als leitende Substanz begründete Humboldts wissenschaftlichen Ruf."

aus: Daniel Kehlmann, die Vermessung der Welt.

17.12.05

Mein erstes Mal...

Beim Spiegel gibt's so eine nette Kolumne, wo junge Menschen von ihrem ersten Mal berichten; und nein, es geht i.d.R. nicht um Erotik. Es geht um irgendwelche aufregenden Dinge, die einem das erste Mal passieren: sitzen bleiben, einen Menschen retten, einen Autounfall haben, Pärchenurlaub machen... sowas halt. Naja, und da manche Menschen manche Sachen erst sehr viel später im Leben zum ersten Mal machen, eröffne ich hiermit meine Sparte "mein erstes Mal".

Heute zum ersten Mal im Leben gemacht: eine Küche gekauft! Der Akt an sich ist ja denkbar unspektakulär: erst steht man sich die Beine am Ikea-Küchendesk in den Bauch, um irgendwann einem Mitarbeiter die Bestellliste zu überreichen. Dann steht man sich die Beine in den Bauch an einer Ikea-Kasse, um die Rechnung zu bezahlen. Dann steht oder sitzt man im Servicebereich rum, bis man Transport und Montage in Auftrag gegeben hat. Nach der ganzen Warterei ist jegliches Triumph- und Stolzgefühl der Ramdösigkeit gewichen. Und trotzdem! Trotzdem! Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für die Klabauterfamilie!

39 + 0

Jetzt werden Sie sich bei jedem Ziepen im Kreuz fragen, ob es losgeht. Echte Wehen verstärken sich nach einem warmen Bad, Übungs-Kontraktionen verschwinden durch Entspannung. (eltern.de)

Problem: Bei mir ziept nüscht, ob mit oder ohne Bad. Keine Senkwehen, keine Vormilch, kein gar nichts. Nur ein dicker Bauch, in dem sich eine kleine Robbe hin und her wälzt. Beim letzten Vorsorgetermin waren wieder nur "Spannungsausschläge" auf dem Wehenschreiber zu sehen. Andere Frauen kriegen zwischendurch wenigstens mal nen harten Bauch. Ich weiß gar nicht, wie sich sowas anfühlt... Dabei gebe ich mir solche Mühe: Ich trinke täglich Himbeerblättertee. Ich gehe wöchentlich zur Akupunktur, wo mir letztes Mal auch die Zehen genadelt wurden (angeblich wehenverstärkende Punkte, aber keine wehenauslösenden). Ich nehme kein Magnesium mehr. Fehlt noch was? Nein, ich meine nicht die Rizinusölkur, das hat wohl noch Zeit...

Das Ungeborene bereitet sich weiter auf seinen großen Auftritt vor. Sein endokrines System, das die Hormone produziert, macht sich für die Geburt startbereit. Ihr Kind wird während der Geburt mehr Stresshormone als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in seinem Leben ausschütten. Sobald es den Mutterleib verlassen hat, helfen diese Hormone dem Neugeborenen, seine Körperfunktionen ohne die Hilfe der Plazenta (des Mutterkuchens) zu verrichten. (pampers.de)

Danke für die Erinnerung, dass die meiste Arbeit die kleine Muhme Rumpelpumpel wird leisten müssen. Ich sollte daher auch etwas Verständnis dafür aufbringen, wenn sie sich noch ein bisschen Zeit lässt, bevor sie den Augiasstall in Angriff nimmt.

16.12.05

gelungene Selbsteinschüchterung

Seit ich gestern das mit dem Sturm und so gelernt habe, habe ich ein sehr überzeugendes Argument zur Einschränkung meiner Mobilität gefunden. Heute ist nicht nur Sch...wetter, sondern es windet ganz schön. Da trau ich mich natürlich nicht vor die Tür...

15.12.05

Vollmond

Ich sitze hier unterm Vollmond und erhoffe mir wehenaktivierende Einflüsse. Leider muss ich mich von qualimedic.de eines besseren belehren lassen: Der Vollmond habe keinen Einfluss auf die Geburt, wohl aber auf die Empfängnis. Schade auch. Die Enttäuschung werde ich verarbeiten bzw. verdrängen, indem ich die anderen Testfragen beantworte...

Wo ist der nächste Sturm? Bzw. wann?

14.12.05

Stilllogie

Wünsche, von denen man nicht wusste, dass man sie haben sollte: Die hier abgebildete Uhr nennt sich feedy und es handelt sich um eine Stilluhr. Wie praktisch!

Schnulllogie

Endlich Antworten auf Fragen, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich sie stellen müsste:

Schnuller-Fragen

Danke! Wieder etwas schlauer geworden.

13.12.05

Geheimnis

Ich hoffe, ich mache jetzt keinen fatalen Fehler. Sie kennen die Geschichte von den Heinzelmännchen, oder? Also die haben immer aufgeräumt und gearbeitet bei den Leuten, nachts, während die Leute schliefen. Bloß dann kam so eine neugierige Frau, die wollte die Heinzelmännchen mal sehen und hat deshalb Erbsen auf die Treppe gestreut, damit sie wach würde, wenn die Heinzels drüber stolpern. Das hat auch prima funktioniert: Die Heinzelmännchen rutschten auf den Erbsen aus, polterten die Treppe runter, die Frau wachte auf und sah die Heinzels - das letzte Mal. Die Heinzels waren dann nämlich beleidigt und haben den Leuten NIE wieder nachts die Arbeit abgenommen!

So was ähnliches könnte mir jetzt drohen! Ich kann aber trotzdem nicht mit meinem Geheimnis hinterm Berg halten: Bei mir liest der Weihnachtsmann mit! Jaja! Ich habe ihn eindeutig identifiziert! Man kann ja so ein klitzekleinesbisschen hinter den Besuchern her spionieren und ich habe rausgefunden, dass ich einen regelmäßigen Leser in Finnland habe. Das kann nur der Weihnachtsmann sein! Rentiere können nämlich nicht lesen! Geschweige denn tippen! Also muss es wohl der Weihnachtsmann sein!

Also psst! Nicht weitersagen und auch nicht beim Lesen stören!!! Sonst ist er beleidigt und kommt nie wieder bei mir vorbei. Das wäre fatal. Der hat da noch so ein Geschenk für uns in seinem Sack. Das muss er schon noch abgeben!!!

12.12.05

Auch Dinge haben eine Seele...

... und Wohnungen sind mit besonders großen, sensiblen Seelen ausgestattet ...

10.12.05

38 + 0

Der Weisheiten in den Schwangerschaftskalendern werden immer weniger:

Ihr Kind gilt jetzt als termingerechtes Baby, auch wenn der errechnete Geburtstermin noch zwei Wochen vor Ihnen liegt. 85 Prozent aller Neugeborenen werden innerhalb des Zeitraums von zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Entbindungstermin geboren. (pampers.de)

Wie erzählte mir ein Kollege gestern auf der Weihnachtsfeier: Sein Sohn sollte auch Weihnachten kommen und ließ dann bis zum 12.01. auf sich warten. Daraufhin bin ich erstmal auf der Tanzfläche aktiv geworden, um es dem Gör ein bisschen ungemütlich zu machen... Leider wurde ich aufgrund meiner hohen Fliehkräfte schnell wieder von der Piste geschleudert!

Essen Sie Vollkorn- und Milchprodukte - für die Geburt werden Sie Kraft brauchen. (eltern.de)

Stollen? Lebkuchen? Spekulatius? Schokolade?

Angeblich wird das Kind jetzt ruhiger, weil es weniger Platz hat. Davon merke ich allerdings noch nichts. Wobei es ja reicht, wenn es mit den Zehen wackelt, um bei mir wahre Erdbeben auszulösen...

9.12.05

Weihnachtsfeier 2005

Klabauter geht als Christbaumkugel...

8.12.05

Liedgut

Eine geradezu ideologische Debatte ist in den Elternbloggs entbrannt - oder sollte man besser sagen "ist am Entbrennen": Soll und darf man seinen Kindern Kinderlieder zumuten? Erste Polemiken entspannten sich zu Sankt-Martin und werden nun zur Weihnachtszeit fortgesetzt. Die ideologischen Gräben scheinen sich momentan entlang der "Weihnachtsbäckerei" zu bilden. Für manche Folter, für andere der Inbegriff höchster Glückseligkeit (die dann wieder von den Gegnern als Apathie missinterpretiert wird).

Eine These lautet, dass das Alter der Eltern über das Pro oder Contra Liedgut entscheidet. Je älter der Älternteil, desto wahrscheinlicher die Befürwortung von deutschem Liedgut. Diese These scheint mir durchaus stichhaltig zu sein. Vermutlich erlaubt das fortschreitende Alter des Elternteils diesem, sich wieder mit Freude dem deutschen Gesang zuzuwenden, nachdem es das Tal der Ablehnung durchschritten hat. Vielen von uns durchschnittlich 36jährigen wird es wohl ähnlich ergangen sein: Wo im Kindergarten noch "Das Wandern ist des Müllers Lust" gesungen wurde, erklang in der Grundschule schon ein Popsong aus dem Ghettoblaster des Musikreferendars und durften sich die Kinder am Synthesizer ausprobieren statt am Glockenspiel. Sich aus der Indoktrination der Anti-Haltung wieder zu befreien, dazu bedurfte es vieler vieler Lebensjahre... Nun, endlich befreit, singen wir fröhlich "Stille Nacht, heilige Nacht".

Lediglich ein Problem schränkt die Vollkommenheit unseres Glückes ein: die Unkenntnis der Melodien. So selten haben wir sie gesungen, dass wir beim Blick ins Gesangbuch zwar den Text entziffern, aber die Melodie nicht rekonstruieren können. Und wer kann schon Noten lesen, äh singen? Daher sind wir gezwungen, auf die am Markte verfügbaren Krücken der 10 Tenöre oder Fischerchöre zurückzugreifen, um uns mit den Melodeien vertraut zu machen. Eine andere Möglichkeit findet sich bei http://ingeb.org/, wo Liedtexte und viele Melodien abrufbar sind.

Der noch in der Antihaltung verhafteten jüngeren Elterngeneration sei ein wenig Toleranz und strategisches Vorgehen angeraten. Die Fronten zwischen euch und uns werden sich eher verhärten, wenn ihr mit lautstarken Würgegeräuschen unsere zaghaften Gesangsversuche kommentiert. Kompromisangebote sind gefragt! Es muss ja nicht unbedingt Bing Crosbys oder Barbra Streisands "White Christmas" sein, auch John & Yokos "Happy X-Mas" eignet sich zum mitsingen. Queen, Frankie Goes To Hollywood, Band Aid, Harry Belafonte, Elton John... der Fundus englischsprachiger Weihnachtsliederinterpreten ist quasi unerschöpflich.

Etwas übertrieben finde ich zwar den Vorschlag, den Weihnachtsabend mit Bob Marley zu begehen. Ich wüsste auch gerade nicht, ob er jemals eine Adaptation von Jingle Bells eingespielt hat... Aber gut, wer's mag...

7.12.05

TV Empfehlung

Samstag, 10.12., ca. 11h30 läuft auf Arte eine Dokumentation über die Wahrnehmung des Fötus und des Babys: "Wie Baby die Welt sieht". Der Film lief letzten Samstag schon mal und ich fand ihn ziemlich interessant.

Frühstück mit Prof. Dr. Pimaldaumen

Sie: ... Wir werden alt.

Er: Das stimmt doch gar nicht. Wir werden jünger! Guck mal, momentan sind wir ... *rechnet* 72 durch 2, also durchschnittlich 36 Jahre alt. Wenn die Murkeline geboren ist, verjüngen wir uns radikal. Dann sind wir ... *rechnet* 72 durch 3 ... durchschnittlich 24 Jahre alt! Das ist doch was!!!

6.12.05

urbane Legenden

Moderne Sagen (engl.: urban legends), auch Großstadtlegenden, moderne Mythen, Wandermärchen oder -sagen, verwandt mit Ammenmärchen und Schauermärchen, sind mehr oder weniger skurrile Anekdoten, die meist mündlich, inzwischen häufig auch per E-Mail weitergegeben werden und deren Quelle sich nicht mehr zurückverfolgen lässt. In seltenen Fällen werden sie auch, bedingt durch unzureichende Recherche, als Nachrichten in den Medien verbreitet. www.wikipedia.de

Ein mögliches Exemplar fand sich kürzlich im Blog der Frau Kelef. Frau Kelef dokumentierte die Übersetzung eines Moskauer Zeitungsartikels über einen Geschichte, die sich angeblich in Wien zugetragen habe. Sie kannte diese Anekdote auch schon aus einer Wiener Zeitung.

Auch ich kenne diese Geschichte. Allerdings als Kurzfilm von 1993, der sogar einen Oscar gewann. Und - nebenbei - in Berlin spielte... "Schwarzfahrer" lautet sein Titel.

Nun könnte es natürlich sein, dass sich diese Geschichte tatsächlich mal irgendwo zugetragen hat. Vielleicht in den frühen 80er Jahren in London? Wer mehr weiß, ist herzlich eingeladen, sein Wissen hier beizufügen!

5.12.05

Gemischtes

Habe mir eben mit dem Fingernagel die Nase geritzt. Bin ich jetzt ein Ritzer? Brauche ich eine Therapie?

Gehe Freitag zur Betriebsweihnachtsfeier. Was ziehe ich an? Habe nur die Latzhose, in die ich noch reinpasse. Soll ich sie rot einfärben?

Morgen ist Nikolaus und ich habe gar keine Stiefel...

Jammerlappen-Test nur für Männer - fühle mich benachteiligt.

4.12.05

Frühstück mit der APO

Erst habe ich mir am Frühstückstisch von der APO kapitalismuskritische Kampfreden anhören dürfen. Jetzt liegt die APO im Bett und mimt den OPA.

Musik zum 2. Advent: Barbra Streisand: A Christmas Album und ein Tipp für den selbstsüchtigen Altruisten: Spenden Sie den richtigen Menschen einen Abend und Sie werden überhäuft von Aufmerksamkeiten und Dankbarkeitsbezeugungen: selbstgebackene Leckereien, CDs mit Weihnachtsmusik, Chauffeursdienste...

3.12.05

37 + 0

Interessanterweise stellt man fest, dass viele Schwangere kurz vor der Geburt ungeheuer aktiv werden. Es werden der Boden gewienert, die Fenster geputzt, die Schränke ausgewischt, kurz: das "Nest" wird für den Neuankömmling herausgeputzt. Unterdrücken Sie nicht unbedingt diesen "Nestbau-Instinkt". Wer weiß, ob der nicht tiefere Gründe hat. (urbia.de)

Aber muss der sich in Putzwut ausdrücken? Ist ja nicht so meins, ehrlich gesagt. Und eigentlich wollte ich mein Kind auch nicht im Schrank unterbringen... Wie wäre es mit Bettchen aufstellen, Babywäsche sortieren, ein paar überflüssige Schnickschnacks besorgen?

Ihr Baby misst jetzt wahrscheinlich schon mehr als 48 cm und wiegt 2700 bis 3000 Gramm. Damit hat es schon beinahe sein Geburtsgewicht erreicht. Die letzten Wochen sind jedoch weiterhin wichtig für die Entwicklung des Babys, setzt es doch jeden Tag ca. 15 Gramm Fett an.(pampers.de)

Redet mir das ruhig schön, dieses riesige strampelnde Fettkügelchen. Was muss ich nicht alles an Weihnachtsschokolade futtern, damit ich das Gör mit dem nötigen Fett versorge... ;-)

Wie geht's der Schweizer Vorreiterin?

1.12.05

Mein erster Tag...

... ohne Edeka. Ich brauch noch Milch und Bratwürste. Da werde ich mich wohl ins Dickicht schlagen müssen.